Photodynamische Therapie
Photodynamische Therapie von Hautkrebs und Krebsvorstufen
Narbenfreie Therapie von Vorstufen (Aktinische Keratosen) und bestimmten Formen von weissem Hautkrebs – Photodynamische Therapie durch künstliches Tageslicht (Artificial Daylight PDT, ADL-PDT)
Bei Patienten mit Hautkrebs und Krebsvorstufen (aktinischen Keratosen) im Gesicht führt ein operativer Eingriff meistens zu keinem guten ästhetischen Ergebnis. Mit der MultiLite Tageslicht-PDT lassen sich große Areale wirksam und gezielt behandeln und invasivere Therapien wie Operationen in vielen Fällen vermeiden.
Wie funktioniert die photodynamische Therapie mit Tageslicht (PDT)?
Bei der photodynamischen Therapie werden als erstes die zu behandelnden Läsionen mit dem fraktionierten Er-YAG-Laser vorbehandelt, damit das anschließend aufzutragende lichtsensibilisierende Gel gleichmäßiger und tiefer in die Haut eindringen kann.
Bei diesem nicht-invasiven Verfahren wird dann das Gel mit einer lichtempfindlichen Substanz als Photosensibilisator (5-Aminolävulinsäure) auf die Haut aufgetragen. Dieser Wirkstoff dringt vor allem in geschädigte Zellen und Tumorgewebe ein und wird zu photoaktivem Protoporphyrin umgewandelt. Die erkrankten Hautzellen werden dadurch lichtempfindlich gemacht. Unter der Bestrahlung mit Tageslicht definierter Wellenlänge (blaues, gelbes und rotes Licht, kein UV-Licht), entsprechend einer Tageslichtdosis eines 2-stündigen Aufenthalts unter äquatorialer Sonne, wird das Protoporphyrin aktiviert und aggressiver Sauerstoff gebildet (photodynamischer Effekt), welcher zur Zerstörung der betroffenen Hautkrebszellen führt. Von außen nicht sichtbare, in der Haut schlummernde Hautkrebsvorstufen werden miterfasst; die umliegende gesunde Haut reagiert deutlich weniger und wird dabei geschont. Nach einer Einwirkzeit von 60 Minuten unter Folienverband wird bei uns die Haut über weitere 35 Minuten mit intensivem, künstlichem Tageslicht durch die MultiLite-Lampe bestrahlt. Durch die Kombination aus Gel und künstlichem Tageslicht werden die gestörten Hautzellen durch eine Entzündungsreaktion zerstört und abgebaut. Dadurch kann die Haut regenerieren.
Die Vorteile der PDT liegen in einer flächenhaften Behandlung von Lichtschäden der Haut und einem ausgezeichneten kosmetischen Ergebnis im Vergleich zu anderen therapeutischen Verfahren.
Ist die PDT-Behandlung schmerzhaft?
Während der Behandlung nehmen Sie lediglich ein leichtes Wärmegefühl wahr. Nach der Behandlung kommt es allerdings zu einer gewollten Entzündungsreaktion. Als Zeichen dieser Entzündung kommt es zu Rötungen, leichtem Brennen, Schwellungen, Schuppungen und Krustenbildung. Diese Symptome klingen in 1 bis 2 Wochen ab.
Ist die PDT eine Versicherungsleistung, die von den privaten Krankenkassen übernommen wird?
Die PDT ist eine seit vielen Jahren erprobte und hochwirksame Behandlungsform aktinischer Keratosen und bestimmter Formen von weißem Hautkrebs, deren Kosten von den privaten Krankenkassen übernommen werden.
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Privatpraxis für Orthopädie,
Dermatologie und Ästhetik
Dr. med. Katrin Völker
Fachärztin für Dermatologie
und Tropenmedizin
Dr. med. Dennis Völker
Facharzt für Orthopädie